Die Corona-Pandemie hat die Welt und damit auch unsere Kirchengemeinde Dortmund-Südwest noch immer fest im Griff. An dieser Stelle wollen wir Sie über alles informieren, was in unserer Gemeinde im Zusammenhang mit dieser weltweiten Katastrophe steht. Ein geistliches Wort wird in regelmäßigen Abstanden hier ebenso erscheinen, wie weitere aktuelle Informationen, Kontakte und Neuerungen! Besuchen Sie uns häufig!

Sonntag, 11. April 2021
Britta Hülsewig

Johannes 20,24-28
Als Jesus kam, war Thomas, genannt der Zwilling, einer aus dem Kreis der Zwölf, nicht dabei gewesen. Die anderen Jünger erzählten ihm: »Wir haben den Herrn gesehen!« Thomas sagte zu ihnen: »Niemals werde ich das glauben! Da müsste ich erst die Spuren von den Nägeln an seinen Händen sehen und sie mit meinem Finger fühlen und meine Hand in seine Seitenwunde legen – sonst nicht!«
Eine Woche später waren die Jünger wieder im Haus versammelt und Thomas war bei ihnen. Die Türen waren abgeschlossen. Jesus kam, trat in ihre Mitte und sagte: »Frieden sei mit euch!«  Dann wandte er sich an Thomas und sagte: »Leg deinen Finger hierher und sieh dir meine Hände an! Streck deine Hand aus und lege sie in meine Seitenwunde! Hör auf zu zweifeln und glaube!«
Da antwortete Thomas: »Mein Herr und mein Gott!«

Die Menschen haben ihn oft den ungläubigen Thomas genannt, das ist beinahe sprichwörtlich geworden. Mir ist diese Sicht auf Thomas zu negativ. Jesus selbst hat ihn doch auch ganz ernst genommen. Er gesteht Thomas seine Zweifel zu und kümmert sich darum. Er nimmt die Hände von Thomas und führt sie, geleitet ihn durch eine schwierige Aufgabe. Da tastet der Verwundete gemeinsam mit dem Verwunderten über die Wunden und die kaum geheilten Narben.
Jesus sagt nicht:  Vorsicht, das tut noch weh! Aber er liefert sich auch nicht den ungeschickten Fingern aus. Wie viel Berührung auszuhalten ist, das weiß Jesus allein.
Ich stelle mir das ganz zart vor, wie Jesus die Hand von Thomas nimmt und mit ihm zusammen Wunde und Seele berührt. Dem Thomas ist das anzumerken, er findet Worte eines Bekenntnisses, er wird ein Sehender: Mein Herr und mein Gott, das heißt wohl auch: mein Lehrer, mein Leben. Es hat ein wenig den Beiklang einer Liebeserklärung.
Dabei  wird Thomas nicht nur überzeugt, weil er die Finger in Jesu Wunden legen kann. Es ist Jesus in seiner ganzen Person, der ihn ernst nimmt, der seine Fragen beantwortet, der sich einlässt auf eine ungewöhnliche Erfahrung. Tastend begreift Thomas, dass das Leben stärker ist als der Tod. Es sind erste Versuche: Hier wird kein vollmundiges Glaubensbekenntnis gesprochen, sondern gestammelt: Mein Meister, meine Liebe!
Es ist gut, dass es Thomas gibt. Es ist gut zu wissen, dass unsere Zweifel ihre Berechtigung haben und ernst genommen werden. Ja, wir wollen noch nicht fertig sein, unsere Neugier und unsere Fragen gehören zu uns. Gehören auch zu einem lebendigen Glauben. Wir haben keine fertigen Antworten. Wir wollen das Leben finden mit all seinen Verwundungen und Narben – ein anderes gibt es nicht. Wir wollen unser Leben leben im Licht von Ostern!

Lebendiger Gott,
wir leben unter der frohen Botschaft des Osterfestes – auch jetzt in der Pandemie.
Wir leben – mit unseren Verletzungen,
mit unserer Angst, mit unserer Mutlosigkeit.
Und dennoch – Ostern heißt: der Tod hat nicht das letzte Wort!
Wir bitten dich:
Komm zu uns und hilf uns,
neu zu sein und neu zu werden.
So sehr brauchen wir einander und brauchen wir dich,
damit der Hoffnung Flügel wachsen,
damit wir deine Freiheit und deine Liebe leben.
Wir bitten dich:
Öffne unsere Herzen und Sinne für deine österliche Gegenwart. AMEN.

Aufgrund der bundesweit hohen Infektionszahlen befinden wir uns weiterhin im Lockdown. Damit sind alle Arten von Veranstaltungen vorerst bis zum 18.04.2021 untersagt. Unsere Gemeindehäuser bleiben daher auch für Gruppentreffen weiterhin geschlossen. Wir reagieren jedoch umgehend auf alle Vorgaben der Landesregierung und überprüfen ständig, welche Gruppentreffen, Chorproben oder andere Veranstaltungen unter Beachtung der Schutz- und Hygienevorschriften der jeweils aktuellen Corona-Schutzverordnung möglich sind.
Mit Ihren Fragen, Wünschen oder sonstigen Anliegen wenden Sie sich bitte an unsere Pfarrerinnen und Pfarrer oder die Gemeindebüros. Da auch die Gemeindebüros vorerst bis zum 18.04.2021 für den Publikumsverkehr geschlossen bleiben und ein Teil der Arbeiten im Homeoffice erledigt wird, bietet sich hier der Mailkontakt an. Der Anrufbeantworter des Gemeindebüros an der Harkortstraße wird aber zuverlässig täglich abgehört und Ihre Nachrichten werden so schnell wie möglich beantwortet.

Pfarrerin Britta Hülsewig (Vorsitzende des Presbyteriums)
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Tel.: 0231.779925

Pfarrerin Angela Dicke
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Tel: 0231.716453

Pfarrer Hans-Jürgen Drechsler
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Tel.: 0231.750324

Pfarrer Ralf Wieschhoff
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Tel.: 0231.711764

Gemeindebüro Hombruch
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Gemeindebüro Eichlinghofen
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Das Wichtigste voran: Meiden Sie soziale Kontakte, so schwer es uns Christinnen und Christen auch fällt!

Wir mögen im Moment am besten vor der Erkrankung behütet sein, wenn wir allein bleiben. Einsam sind wir nicht! Wir wissen uns im Gebet verbunden. Drücken wir das doch durch eine Kerze aus, die wir abends um 19.30 Uhr ins Fenster stellen und beten gemeinsam ein Vaterunser. Schließen wir in unsere Bitten und Gebete die Menschen ein, die jetzt eine große Verantwortung tragen: Krankenschwestern, Ärzte, Menschen im Lebensmittelhandel - und nicht zuletzt uns selber, denn jeder ist verantwortlich dafür, dass sich das Virus nicht weiter oder nur sehr verlangsamt ausbreiten kann! Sie mögen ein gemeinsames Gebet sprechen? Sie finden es hier!

Im Folgenden finden Sie Downloads zum Thema, so wie Links zu interessanten Seiten mit Hintergründen zur Krise!