Die Corona-Pandemie hat die Welt und damit auch unsere Kirchengemeinde Dortmund-Südwest fest im Griff. An dieser Stelle wollen wir Sie über alles informieren, was in unserer Gemeinde im Zusammenhang mit dieser weltweiten Katastrophe steht. Ein geistliches Wort wird in regelmäßigen Abstanden hier ebenso erscheinen, wie weitere aktuelle Informationen, Kontakte und Neuerungen! Besuchen Sie uns häufig!

28. März 2020

Ralf Wieschhoff

Seit Tagen erleben wir die größte Veränderung unseres Lebens. Wir überlegen genau, wann wir das Haus verlassen, meiden Berührungen, halten Abstand – und wissen nicht, wie lange das noch dauern wird. Wichtigkeiten im Leben verändern sich, verändern auch uns.
Die Gefahr sich anzustecken ist da, wird noch lange bleiben. Wie lange halten wir die jetzigen Umstände noch aus?
Zuversicht, ein hoffnungsvoller Blick nach vorne ist nötig, hilft, drohenden Ängsten entgegenzuwirken.  In der Vereinzelung nicht allein sein, mit Menschen – und auch mit Gott im Gespräch zu bleiben, gibt große Kraft.
Folgende Gedanken Dietrich Bonhoeffers machen Mut. Sie regen an, die Welt, Gott und auch mich neu zu denken:

Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.

Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.

Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.

Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

Dietrich Bonhoeffer 

Leider müssen wir aufgrund des hohen Publikumsverkehrs unsere Gemeindehäuser, die Kirchen und Predigtstätten und leider auch unsere Dreh- und Angelpunkte - die Gemeindebüros - für den Publikumsverkehr schließen. Die Sekretärinnen nutzen die Zeit und arbeiten von zuhause aus - im "Homeoffice" also. Hier sind sie telefonisch nicht zu erreichen, sondern nur per Mail. Die Adressen finden Sie unten. Sie dürfen sicher sein, dass diese fast täglich gelesen und auch beantwortet werden.

Weiterhin sind unsere Pfarrerinnen und Pfarrer für Sie zu erreichen. Auch hier bietet sich der Mailkontakt an, in dringenden Fällen das Telefon.

Gemeindebüro Hombruch
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Gemeindebüro Eichlinghofen
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Unsere Pfarrerinnen und Pfarrer erreichen Sie:

Pfarrerin Britta Hülsewig (Vors. d. Presb.)
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Tel.: 0231.779925

Pfarrerin Angela Dicke
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Tel: 0231.716453

Pfarrer Hans-Jürgen Drechsler
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Tel.: 0231.750324

Pfarrer Ralf Wieschhoff
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Tel.:0231.711764

 

Alle Gottesdienste und gottesdienstlichen Veranstaltungen müssen in unserer Gemeinde derzeit bis auf Weiteres leider ausfallen.

Hierzu gehören die Sonntagsgottesdienste ebenso, wie die Marktandacht, die Andacht zum Wochenstart,  das Friedensgebet, Taufen, Trauungen und Trauerfeiern in unseren Kirchen und der Margarethenkapelle. Geplant ist derzeit ein Ende des Veranstaltungsgebotes durch die Stadt Dortmund am 19. April. Ob dies eingehalten werden kann, muss immer wieder neu bewertet werden.

Leider betrifft das im Moment auch die Gottesdienste unseres höchsten christlichen Festes, Ostern. Wie wir hiermit umgehen wollen und werden, beraten wir gerade sehr intensiv und werden Sie hier informieren.

Gemeinsames Gebet um 19.30 Uhr

Ab Donnerstag, 19. März 2020, laden wir in Dortmund als evangelische und katholische Kirchen dazu ein, täglich um 19.30 Uhr für einen Moment innezuhalten, jede und jeder für sich eine Kerze anzuzünden, sie gegebenenfalls sichtbar ins Fenster zu stellen, und ein Gebet und Vater Unser zu sprechen.

Zu dieser Zeit, um 19.30 Uhr, können unsere Gebete mit Glockengeläut eingeleitet und begleitet werden. Die Einladung ruft auf zum Innehalten und zum Gefühl von Gemeinschaft auf Distanz.

Jeden Abend in der Passionszeit „versammeln“ wir uns einzeln, aber im Gebet vereint – gerne auch mit einem Lied. Wir können mit einer Kerze im Fenster solidarische Wärme und zuversichtliches Licht ausstrahlen und dies alles bei ökumenisch vielstimmigem Glockenklang. So können wir miteinander verbunden zu sein – ganz ohne Ansteckungsrisiko.

Kerze anzünden und Gebet ist eine ökumenische Initiative und geht an alle Menschen in ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. Ein Gebetsvorschlag der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen NRW (ACK) hierzu:

Das Wichtigste voran: Meiden Sie soziale Kontakte, so schwer es uns Christinnen und Christen auch fällt!

Wir mögen im Moment am besten vor der Erkrankung behütet sein, wenn wir allein bleiben. Einsam sind wir nicht! Wir wissen uns im Gebet verbunden. Drücken wir das doch durch eine Kerze aus, die wir abends um 19.30 Uhr ins Fenster stellen und beten gemeinsam ein Vaterunser. Schließen wir in unsere Bitten und Gebete die Menschen ein, die jetzt eine große Verantwortung tragen: Krankenschwestern, Ärzte, Menschen im Lebensmittelhandel - und nicht zuletzt uns selber, denn jeder ist verantwortlich dafür, dass sich das Virus nicht weiter oder nur sehr verlangsamt ausbreiten kann! Sie mögen ein gemeinsames Gebet sprechen? Sie finden es hier!

Im Folgenden finden Sie Downloads zum Thema, so wie Links zu interessanten Seiten mit Hintergründen zur Krise!